Ausstellung

Vor dem Friedhof steht ein speziell für diesen Zweck umgebauter 30 Meter langer Seecontainer. Er dient als Ausstellungspavillon und Info-Zentrum. Dort wird die Geschichte der Berliner Märzrevolution von 1848 in ihrem europäischen und nationalen Kontext erzählt. Bilder, Dokumente und Biografien der einzelnen Akteure und eine zehnminütige Multivision über die Barrikadenkämpfe lassen die ereignisreichen Tage lebendig werden. Ein Audioguide bietet zusätzliche Informationen zu einzelnen Akteuren der Märzrevolution und zur Geschichte des Friedhofs.

Dank einer Projektförderung durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin können von 2018-2020 umfangreiche Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Gedenkortes durchgeführt werden. Dazu gehört auch die Erstellung einer dauerhaften Außenausstellung zur wechselvollen Geschichte des Friedhofs seit 1848 und zur Revolution 1918/19.

Von einer Expertenjury wurde im März 2018 der Entwurf der Grafikerin Helga Lieser für die Gestaltung der neuen Außenausstellung einstimmig ausgewählt. Der Entwurf sieht zwei Revolutionsinseln (1848 und 1918) mit 5 und 7 Ausstellungstafeln vor, bestückt mit großformatigen Abbildungen von Barrikadenkämpfen, welche die Ereignisgeschichte bildhaft/nonverbal erzählen, unterstützt mit knapp formulierten Texten in zwei Sprachen. Hinzu kommen zwei Stelen an den Eingängen zum Friedhof mit allgemeinen Informationen zum Ort und sechs Stelen auf den Wegen von der Landsberger Allee und dem Ernst-Zinna-Weg zur Geschichte des Friedhofs. Die insgesamt 20 Stelen, einschließlich einer digitalen Vertiefungsebene, ersetzen die im Dezember 2016 abgebaute Rotunde auf dem Friedhofsgelände. Die neue Außenausstellung ist in einer Form konzipiert, die sich gut in die den Friedhof umschließende, denkmalgeschützte Grünanlage einfügt und den Friedhof selbst, den Kernbereich des Denkmals, komplett frei lässt. Hier ist die Ausstellung rein digital.

Der erste Teil der neuen Ausstellung zur Revolution 1918/19 wurde am 3. September 2018 eröffnet. Die Eröffnung des zweiten Teils zur Revolution von 1848 und zur Geschichte des Ortes folgt im Mai 2019.