Geschichte wird gemacht! (2,5 h)

In diesem Workshop rückt die Geschichte des Friedhofs der Märzgefallenen als Gedenkort in den Mittelpunkt. Wir erforschen, wie sich das Aussehen des Friedhofs seit 1848 verändert hat und wie diese sogenannte Überformung mit der politischen Entwicklung Deutschlands und der Erinnerungskultur zusammenhängt.


Nach einer kurzen thematischen Einführung, erkunden die Schüler*innen die Friedhofsgeschichte. Über einzelne Gestaltungselemente, wie z.B. den zentralen Gedenkstein, die Grabsteine oder die Statue des Roten Matrosen, nähern sie sich der jeweiligen gewünschten bzw. ungewünschten politischen Betrachtungsweise des Ortes und damit der Revolutionsgeschichte von 1848. Neben Quellenarbeit bietet die Arbeit vor Ort die Möglichkeit, die individuelle Wahrnehmung der Schüler*innen einzubeziehen.

Ziele des Workshops:
- Den Friedhof der Märzgefallenen als Gedenkort sowie seine Entstehungsgeschichte kennenlernen
- Erfahren, dass die Ereignisse im März 1848 in verschiedenen politischen Systemen unterschiedlichen erzählt und bewertet wurden und das sich dies auch in der Gestaltung des Friedhofs ausdrückt
- Üben, Narrative und Interpretationen zu entschlüsseln, diese zu reflektieren und einen Bezug zur gegenwärtigen demokratischen Gesellschaft herzustellen
- Verstehen, dass Geschichte zum einen konstruiert wird und zum anderen die Idee der Demokratie verschiedene Interpretationen hat.

Der Workshop eignet sich für Schüler*innen der SEK II bzw. für Teilnehmer*innen mit Vorkenntnissen zur Geschichte der Revolution von 1848. Für Gruppen ohne historische Vorkenntnisse kann der Workshop auch 3-stündig, mit einer ausführlichen Führung zur Märzrevolution 1848, angeboten werden. Bitte bei der Buchung vermerken.

Unser Anmeldeformular wird derzeit gewartet. Bitte schicken Sie Ihren Buchungswunsch an: workshop@paulsinger.de oder rufen Sie uns an: 030 58739039