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Die Revolutionsopfer von 1918 und der Friedhof der Märzgefallenen: Biografien und Hintergründe

Szenische Lesung und Diskussion am 19.11. um 18:30

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Wer waren die getöteten Berliner Revolutionäre des Novembers und Dezembers 1918? Drei große Trauerzüge trugen sie auf den Friedhof der Märzgefallenen zu Grabe. Auf diese Weise ehrte Berlin nicht etwa prominente Politiker, sondern Matrosen, Arbeiterinnen und Arbeiter. Der Historiker Oliver Gaida stellt die Berliner Opfer vor und ordnet ihr Schicksal in den Revolutionsverlauf ein. Ein besonderes Augenmerk auf die Matrosen, die 1918 ums Leben kamen, und auf Paul Wieczorek, Kommandant der Volksmarinedivision, der ebenfalls getötet wurde aber nicht auf dem Friedhof der Märzgefallenen bestattet wurde, wirft der Historiker Klaus Gietinger.

Eröffnet wird die Veranstaltung durch eine szenische Lesung aus Alfred Döblins "November 1918- Eine deutsche Revolution": Döblin beschreibt die erste Beerdigung auf dem Friedhof der Märzgefallenen im ersten Band seiner Tetralogie wie ein Augenzeuge. Marc C. Behrens (Schauspiel) und Isabel Neuenfeldt (Musik) werden durch ihre Interpretation des Textes auch uns an diesem wichtigen Ereignis teilhaben lassen.

Der Eintritt ist frei!

Veranstaltungsort: alte feuerwache, Studiobühne, Marchlewskistr. 6, 10243 Berlin.
Zeit: 19.11.2018, 18:30-20:30

Fotonachweis: Beisetzung der Revolutionsopfer auf dem Friedhof der Märzgefallenen, Inv.-Nr. F 57/1891, DHM, Berlin