Zu den Befunden der vom Denkmalamt betreuten Sondierungsgrabung

Von Dirk Schumann
Nach den Bodensondierungen von 2013 an einer Grabstelle im nordöstlichen Bereich des Friedhofes der Märzgefallenen, wo zwei Grabdenkmäler zutage traten, waren die Verdachtsmomente relativ stark, dass weitere Reste von Grabdenkmälern im Boden vorhanden sind.

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Die von Gerd Plaumann durchgeführten Bodenprospektionen der Elektromagnetik und der Geomagnetik auf dem Friedhof der Märzgefallenen verstärkte die Verdachtsmomente noch zusätzlich (Abb. 4). Dabei gab es die meisten Ansprachen dort, wo sich nach Auswertung historischer Fotos (Abb. 2 und 3) und einer Inventarliste von 1947/48 zufolge Grabdenkmäler befanden, die 1947 noch existierten, aber unter den heute vorhandenen Denkmälern fehlenden. So erschien es sinnvoll, bei der geplanten Projektgrabung mit Berliner Schülern, vor allem Bereiche zu sondieren, in denen die Auffindung mehrerer Grabdenkmäler zu erwarten war. So wurden zusammen mit dem Landesdenkmalamt Berlin vier Sondagen geplant (Abb. 5, Sondagen 1-4), von denen die flächenmäßig größte Sondage beispielhaft die innere nordwestliche Grabreihe erfassen sollte, in der auf Grund der Vorauswertung die größte Anzahl von Grabdenkmälern zu vermuten war (Abb. 5, Sondage 4). Zudem ließ die Bodensondierung von 2013 im Bodenprofil eine aussagekräftige Stratigraphie erkennen, die möglicherweise Hinweise zu den verschiedenen Veränderungsphasen des Friedhofes liefert.

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